Cannabis Medical Club

Wiener Neustadt/Österreich

Erzählungen von Patienten

Der steinige Weg zum Medikament Dronabinol (Bericht eines Patienten - Anonym)

Nachdem ich aus gesundheitlichen Gründen starke Medikamente gegen Muskelkrämpfe einnehmen muss und diese nicht die notwendige Wirkung zeigen, bzw. zu starke Nebenwirkungen mit sich bringen, habe ich mich bereits vor einigen Jahren über die Behandlung mittels "Dronabinol" informiert. Wissend dass THC in natürlich gewonnener Form am besten gegen meine Beschwerden hilft, habe ich mir das Medikament zum Testen selbst finanziert und danach vom Hausarzt verschreiben lassen. Die Ablehnung der Krankenkasse kam prompt.

Zahlreiche Begleitschreiben, Erläuterungen und neuerliche Einreichungen von unterschiedlichen Ärzten blieben ebenfalls sorglos. Erst der Besuch bei Dr. Blaas in Wien brachte mich weiter.

Mit einem Schreiben an die Krankenkasse und einem Befund von einem Facharzt für Psychiatrie wurde mir Dronabinol bewilligt. Da bei mir keinerlei psychiatrische Beschwerden oder Auffälligkeiten bekannt sind, war der Besuch bei einem Psychiater für mich sehr bedenklich und unangenehm, um nicht zu sagen diskriminierend. 

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die meisten Ärzte keine Ahnung über die Behandlung mit THC haben und sich kaum "wagen" Dronabinol zu verordnen. Selbst die Apotheke über welche ich Dronabinol beziehe, hat wenig Erfahrung damit und konnte mir z.B. keinerlei Auskunft zum Inhalieren (diese Methode wirkt bei mir am schnellsten und besten) des Medikaments geben.

Es war ein mühsamer, langer und nervenaufreibender Prozess das Medikament bewilligt zu bekommen.

Wenn man letztendlich die massiven Kosten und die viel schwächere Wirkung im Vergleich zu natürlichem Cannabis sieht, kann man die Initiative des Cannabis Social Club nur unterstützen.