Cannabis Medical Club

Wiener Neustadt/Österreich

Industriehanf

 

1. Hanf als Bekleidung

Bis zum Anfang des 19. Jhdt. bestand die Kleidung eines Mitteleuropäers fast ausschließlich aus Wolle, Leinen und Hanf. Im darauffolgenden Jahrhundert wurden diese sukzessive durch importierte Baumwolle ersetzt, bis Polyester- und Polyamidfasern der Baumwolle verstärkt Konkurrenz machten. Dennoch bleibt Baumwolle die beliebteste Naturfaser, ob ihrer positiven Eigenschaften, die nur wenige synthetische Fasern enthalten. Jedoch schaden großflächige Baumwoll-Monokulturen, deren Grund- und Oberflächenwasser durch enormen Einsatz von Pestiziden und Düngemittel belastet sind, in großem Maße der Umwelt. 

Durch fehlende Pflege der Humusschicht verringert sich die Wasserhaftungsfähigkeit, der Boden wird weggeschwemmt oder vom Wind abgetragen, wodurch noch mehr Dünger eingesetzt werden muss. 60% der Anbauflächen müssen künstlich bewässert werden, wodurch es zu einer Versalzung der Böden und zum Austrocknen von Flüssen und Seen führen. In den Baumwoll-Anbaunationen vergiften sich durch gespritzte Pestizide jährlich mehrere hunderttausend Landarbeiter und Bauern, mehr als Zwanzigtausend sterben daran. 

Hanf hingegen stellt keine besonderen Anforderungen an Boden und Pflege, ist genügsam im Wasserverbrauch. Bereits nach wenigen Tagen Wachstums beschatten die Pflanzen den Acker vollständig, so dass Unkräutern aufgrund des fehlenden Lichtes die Keimung nicht möglich ist. Bereits nach hundert Tagen können bis zu drei Meter hohe Pflanzenstängel geerntet werden und der Faserertrag ist drei Mal höher als bei Baumwolle. Hanftextilien nehmen Feuchtigkeit gut auf und geben diese schnell wieder nach außen ab, sind hautfreundlich, haltbar und für Allergiker eine echte Alternative.